Dienstag, 26. Juli 2011

Schnaps- und Koksdrossel tot aufgefunden

• • • So, na gut, Amy Winehouse ist tot. Die Sängerin, die seit Jahren eher durch Drogenexzesse und in die Öffentlichkeit gezerrte Privatprobleme auffiel statt durch ihre Musik, wurde in ihrer Wohnung aufgefunden. Und natürlich wird wild spekuliert, die Drogen seien schuld.
• • • Was mich wütend macht ist der Wirbel, der um diese Person gemacht wird. Zwei Alben hat Ms. Toupierfrisur eingesungen, das zweite war dann erfolgreich ... und ja, weil sie ein tolles Talent besaß. Aber täglich sterben Menschen, die ebenso talentiert sind, vielleicht sogar mehr erreicht haben im Leben, ohne dass die Medien ihnen auch nur eine Zeile widmen.
• • • Mal ganz ehrlich: Amy Winehouse hat diese Aufmerksamkeit nicht wegen ihrer Stimme oder wegen ihrer Süchte, sondern nur, weil die Medien sie sich ausgesucht hatten. Es hätte auch jemand anderer sein können, letztlich sind die Celebrities vollkommen austauschbar. Medienmodule und Boulevardredakteure schießen sich auf einzelne, bestimmte Leute ein und versorgen das aufgehypte Volk mit sensationellen Nachrichten. Dabei nehmen sie in Kauf, auf Menschen wie Amy Winehouse einen irrsinnigen Druck auszuüben.
• • • Mein Entsetzen ob des Ablehens von Ms. Winehouse hält sich daher in Grenzen, denn das allgemeine Entsetzen über den Tod einer zeitweise erfolgreichen, zwar talentierten aber drogenabhängigen Sängerin ist von den Medien gewollt und bewusst provoziert. So etwas lenkt ab von den politischen Problemen auf der Welt, den ökologischen Schwierigkeiten vieler Regionen und letztlich auch von den Abhörvorwürfen gegen die, die uns jetzt Bestürzung über den Tod von Amy Winehouse einzureden versuchen.

Montag, 18. Juli 2011

Die neuen Besucher

• • • Eben liefen die ersten drei Folgen der ersten Staffel eines Serienremake: »V - Die Besucher« ist zurück, diesmal ohne Schulterpolster und Fönfrisuren.
• • • Während in den USA vor Kurzem nach zwei Staffeln (einmal zwölf und einmal zehn Episoden) die Neuauflage der »Aliens in Menschengestalt besuchen die Erde«-Serie abgesetzt wurde, präsentierte Pro7 heute Abend die ersten, 2009 entstandenen Folgen. Ich bin ganz ehrlich: Aufgrund der damaligen, recht positiven Reaktionen auf den US-Start und diverser Trailer hatte ich hohe Erwartungen, denen die drei Episoden nicht wirklich gerecht wurden.
• • • Ich kann noch nicht einmal sagen, warum ich so ein bisschen enttäuscht bin. Vielleicht liegt es an dem (im Gegensatz zu anderen Serien) äußerst sparsamen Einsatz visueller Effekte, vielleicht an den Drehbuchschwächen (speziell was das fast schon naiv-linkische Verhalten der potenziellen Untergrundleute angeht), vielleicht aber auch an dem Gefühl, das alles so schon einmal gesehen zu haben.
• • • Die V-Neuauflage präsentiert keine wirklichen Überraschungen, keine wirklich neuen Elemente in dem Stoff und leider auch viel zu wenig Spannung. Dialogszene folgt auf Dialogszene und man wünscht sich irgendwie, dass etwas wirklich Verblüffendes passiert. Aber dem Stoff werden (zumindest in diesen ersten drei Folgen) keine neue Aspekte abgewonnen.
• • • Vermutlich funktionieren die »neuen Besucher« für neue Gucker. Wer das Original nicht kennt, der wird die Serie wohl mögen. Für mich, als Kind der 80er Jahre, blieben diese ersten Episoden etwas spannungs- und überraschungslos.

Sozial-Überdruss

• • • Es gibt Tage, da bin ich ganz froh, möglichst wenig Menschen zu sehen. Da bin ich den Spielen unseres sozialen Gesellschaftslebens eher überdrüssig. Das geht sogar so weit, dass Facebook & Co. tendenziell anstrengend auf mich wirken.
• • • Solche Tage kenne ich und inzwischen schätze ich sie sogar. Das war nicht immer so. Lange Zeit war ich verblüfft und verunsichert über meine tageweise Erschöpfung in Sachen sozialer Kontakte. Heute weiß ich: Diese Tage sind wichtig und nötig, um bei mir zu bleiben und auf mich zu besinnen. Um Kraft für die andere Art von Tagen zu sammeln, an denen ich sehr viele soziale Kontakte habe.
• • • Heute scheint ein solcher »Sozial-Überdruss-Tag« zu sein. Entsprechend werde ich heute wenig Interaktion mit Menschen haben und meine Online- und Telefon-Kontakte auf eine Minimum beschränken. Statt dessen werde ich an meinem neuen Projekt arbeiten: Recherche, Plotten, Schreiben ...

Sonntag, 17. Juli 2011

Die Kartoffeln von Facebook

• • • Ganz viele Leute haben es mitbekommen: Kaum geht Google+ in eine offene Beta-Phase, da werkelt Facebook an seinem Chat herum. Die Folge sind Verwirrung und Verärgerung von Nutzern.
• • • Nicht genug, dass vor einigen Tagen die »Man klickt auf den Namen des Chatpartners und ruft damit seine Pinnwand auf«-Funktion verschwand ... gestern stellte Facebook einfach mal eben für einen Tag die gesamte Chat-Partner-Darstellung im Aufklappmenü auf der rechten Seite um, inklusive Verlust der Freundeskreissortierung und aller inaktiven Chatpartner, jenen ohne »grünen Punkt«. Genau, für ein paar Stunden: Beim heutigen Aufruf von Facebook war wieder alles beim Alten.
• • • Nun ist das ja nicht das erste Mal, dass Facebook neue Funktionen im laufenden Betrieb mit seinen eigenen Nutzern als Versuchskaninchen testet. Und nein, es ist nicht neu, dass genau diese Nutzer dann stets total abgenervt sind, weil die Veränderungen unangekündigt und eher Grütze sind. Doch irgendwann ist die Leidschwelle einfach überschritten und der Nutzer macht seiner Frustration Worte. Wie ich gerade jetzt.
• • • Mir fehlt das Verständnis, warum man seine eigenen Nutzer mit Umstellungen traktiert, die ein paar Stunden später schon wieder zurückgenommen werden. Das »Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln«-Spiel nervt und wäre durch einen Facebook-Beta-Sandkasten, in dem sich testwütige Nutzer (die soll es ja geben) tummeln können, während der Betrieb ganz normal weiterläuft.
• • • Durch die aktuelle Kartoffel-Aktion hat sich Facebook meiner Meinung nach ein Eigentor geschossen: Viele Nutzer, mich eingeschlossen, sind jetzt sehr gespannt, wie Google+ mit seinen Nutzern umgeht ... und ob Google+ auch ein Kartoffelbauer ist.

Freitag, 15. Juli 2011

Auf Eis gelegt

• • • Es wird wirklich Zeit, einmal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben in mein Blog. Wieder ist (über) ein Monat vergangen, ohne dass ich ein paar Zeilen gepostet habe. Wollen wir alle hoffen, dass ich das künftig irgendwie regelmäßiger schaffe. :-)
• • • Aber zum eigentlichen Thema meines Blogeintrags: Ich habe zwei Schreibprojekte auf Eis gelegt. Zum Einen habe ich meine Arbeit an dem Fortsetzungsroman GOLIATH erst einmal ausgesetzt, zum Anderen das Schreiben an dem aktuellen Romanprojekt (der Vampirroman, der in Paris spielt) eingestellt.
• • • Die Pariser Vampire wurden von mir auf Eis gelegt, weil ich in den Stoff einfach nicht hinein gefunden habe. Teilweise lässt sich das auch auf einen etwas verkrampften Ansatz, eine »sehr klassische Paranormal Romance« schreiben zu wollen, zurückführen - der Plot wollte irgendwie so gar nicht kleinmädchenromantisch sein, sondern viel abgedrehter und auch actionlastiger, als ich es geplant hatte.
• • • GOLIATH habe ich »eingefroren«, weil ich deutlich merkte, dass das »nebenbei Kapitel für einen Roman schreiben« weder GOLIATH als Projekt noch meiner Arbeit an meinem Hauptprojekt gut tat. Ich begriff: Ich muss mich konzentrieren, auf ein Projekt.
• • • Also habe ich dieser Tage meine Schreibplanung aufgeräumt und umgeworfen, Projekte in eine kreative Kühltruhe befördert und ein (!) neues Projekt zur Hand genommen. Zu Letzterem werde ich berichten. Bald. An dieser Stelle. :-)