Sonntag, 30. Januar 2011

Zertifikate

• • • Heute Nacht habe ich von meiner Uni-Zeit geträumt ... kurios nur, dass ich nie auf einer Universität studiert habe! Träume schlagen manchmal echt seltsame Richtungen ein. Nicht geträumt - sondern ganz real - habe ich im Rahmen meiner perpetuellen Aufräumaktion zuhause jedoch meine Zertifikate aus Wolfenbüttel gerahmt.
• • • Wir leben in einer Welt, in der Bescheinigungen und Zertifikate richtig viel bedeuten. Nur, wer schriftliche Nachweise vorweisen kann, kann beweisen, dass er was weiß. Und trotzdem gibt es kein Normen für Autoren und deren Befähigung - und das ist schon ganz okay so.
• • • Zugegeben, das Job-Center akzeptiert die Berufsbezeichnung »Autor« nicht, weil dies ja weder ein Ausbildungsberuf noch ein Diplom-Studiengang an der Uni ist - da hilft der Teilnahmenachweis aus Wolfenbüttel auch nicht viel. Aber abgesehen davon empfinde ich es - zumindest als moralischen - Vorteil, wenn dieser kreative Beruf (im Gegensatz zum Schauspielen, Regieführen oder Musikmachen) eben nicht starr reglementiert ist. Es ist für das Schreiben meines Erachtens nach sogar vorteilhaft, wenn man keine staatlich zertifizierte Abschlussprüfung ablegen muss.
• • • Meine Wolfenbüttel-»Scheine« hängen jetzt hier an der Wand und ich denke an die Seminare an der Bundesakademie zurück - nicht so wie in meinem nächtlichen Uni-Traum (Stress, Belastung, Zuspätkommen, Nichtsverstehen usw.), sondern durchwegs nur mit angenehmen und vor allem lehrreichen Erinnerungen.