Dienstag, 23. März 2010

SDS - Arbeitstitel und Exposé fertig

• • • Ich hab's Euch versprochen: ich halte Euch auf dem Laufenden, was mein Einschub-Kurzroman-Projekt angeht. Das habt Ihr nun davon, dass Ihr meinen Blog verfolgt ... +grins+
• • • Gestern habe ich erst einmal einige Notizen, die ich handschriftlich niedergeschrieben habe, abgetippt, dabei einige neue Kleinigkeiten ergänzt ... um dann über einen Arbeitstitel für das Projekt zu sinnieren. Schließlich habe ich mich dann für »Sohn des Silbermonds« entschieden.
• • • Dann ging es an's Exposé. Wie heisst der »Sohn des Silbermonds« eigentlich, wer ist denn überhaupt die Hauptfigur und welche Konflikte möchte ich in dem 100 SMS (Standard-Manuskript-Seiten) langen Manuskript denn haben?
• • • Ganz schnell war ich mitten in der Szenenplanung: Welche Schlüsselszenen brauche ich? Wo ist mein »Point of no return«? Und: Wie soll der Roman beginnen??? Beruhigt registriere ich, dass ich keine Action-Szene am Anfang brauche (wie bei Heftromanen ja gern mal genommen).
• • • Heute beginne ich nun mit »SDS«. Ganz klassisch: ich werde die erste Szene in Angriff nehmen. Aber darüber berichte ich morgen...

Montag, 22. März 2010

Einschub nach Leipzig

• • • Ich war vorgestern, am Samstag, dann trotz gebrochenem (aber heilendem) Wadenbein und den irrsinnigen Besuchermengen zum Trotz auf der Leipziger Buchmesse. Da ich mit dem Rollstuhl unterwegs war, konzentrierte ich mich voll und ganz auf die Halle 2.0. Dort traf ich jede Menge Freunde und Bekannte, führte informative Gespräche und gab sogar zwei Video-Podcast-Interviews.
• • • Als ich gestern meine Eindrücke aus Leipzig sortierte, konnte ich ein ausnahmslos positives Resümee meines Messebesuches ziehen. Einige neue und zusätzliche Möglichkeiten haben sich für mich aufgetan - was jetzt auch dazu führt, dass ich mein aktuelles »DDF«-Projekt für eine Kurzroman-Ausschreibung für 21 Tage pausieren lassen werde. 21 Tage werde ich mich jetzt mit Nadelwäldern, grimmigen Wintern und phantastischen Tieren beschäftigen. Ein »Einschub-Projekt« ... an dem ich mich austesten und versuchen will. Das wird richtig spannend werden. Und Ihr werdet regelmässig informiert, wie es läuft. Versprochen!

Mittwoch, 10. März 2010

Ballast abgeworfen

• • • Seit heute trage ich keine Kunststoffschiene mehr an meinem wadenbeingebrochenen Unterschenkel - und ich bin verdammt froh, sie loszuhaben. Endlich weniger Einschränkung bei Bewegungen, bei Juckreiz und beim Baden. Endlisch keine Thrombosespritzen mehr. Endlich bin ich diesen Ballast los.
• • • Parallel dazu bin ich einige andere Kleinigkeiten losgeworden, die zusammengenommen durchaus auch eine Art »Ballast« waren. Ich möchte an dieser Stelle nicht auf Details eingehen - nur soviel: ich bin erleichtert, auch diese Belastungen künftig zu entbehren und die so gewonnene Freiheit auch und speziell für das Schreiben nutzen zu können.
• • • Apropos: mein aktuelles Projekt »DDF« läuft gut. Die Arbeit an Plot und Figuren geht voran, einige Szenen aus späteren Kapiteln sind schon durchchoreografiert und mein Protagonist wird zusehens flauschiger (diese letzte Andeutung werdet Ihr verstehen, wenn der Roman fertig ist ... +grins+).
• • • Mit Verlust meines Schienenballastes kann ich nun endlich auch meine Teilnahme an der Leipziger Buchmesse nächste Woche planen. Noch suche ich eine Unterkunft und noch ist nicht klar, wann und wie lange ich in Leipzig sein werde. Aber ich freue mich drauf, Kolleginnen und Kollegen zu treffen sowie spannende Begegnungen zu haben.

Freitag, 5. März 2010

Erstverkaufstag

• • • Ich hatte die neue TextArt bereits am Wochenende im Briefkasten - heute aber ist der offizielle Erstverkaufstag der TextArt-Ausgabe 1/2010. Für dieses Fachmagazin in Sachen Schreiben mach' ich jetzt einfach mal ein wenig Werbung ...
• • • Die Themen dieser Ausgabe reichen von einem Interview mit dem Schriftsteller Dieter Wellershoff über einem Praxisartikel über gute Stimmung beim Schreiben bis zu einem Interview mit Prof. Uli Rohhfuss, der einen neuen berufsbegleitenden Studiengang für angehende Schrifstellerinnen und Schriftsteller gegründet hat. Natürlich gibt es auch wieder Wolfgang Manekellers beliebte Fehlerjagd, Rainer Wekwerths Kolumne, die Rubrik "Werkstatt" sowie Debüt - diesmal mit dem Autorenduo Horst und Julia von Droste, das seinen Erstling "Das Revuemädchen" bei Droemer/Knaur untergebracht hat.
• • • TextArt ist ein tolles Medium, das ich als Autor nicht missen möchte. Dort kann ich mir immer wieder handwerkliche Anregungen und konzeptionelle Inspirationen abholen. Mein Prädikat: wertvoll!

Papierstapel

(vom 13.02.2010)

• • • Zum Alltag eines SF- und Fantasyautoren gehört Papier. Zumindest zu meinem Alltag. Notizzettel, Konzeptentwürfe, Landkarten, Grundrisszeichnungen, Namenslisten, Manuskriptausdrucke ... all dieses Papier ist essenzieller Bestandteil meiner Arbeit als Schreibender. Zu dieser Anzahl Holzweiterverarbeitungsend
produkten hinzug gesellen sich dann noch die ganzen anderen wichtigen und unwichtigen Unterlagen und Rechnungen des »ganz normalen Lebens«. Und wie das so ist: über die Zeit sammelt sich da ganz schön was an.
• • • Dieser Tage habe ich einige Papierstapel »angegriffen« - mehrere Stunden habe ich sortiert, vorgesichtet und dabei ca. 40% des Materials entsorgt. Übrig blieb ein »Destillat« von ca. 15 cm Notizen für Romane und Settings, ca. 7 cm nachzusichtende Magazine und Zeitschriften sowie ca. 10 cm Rollenspielmaterial und etwa 5 cm Fachliteratur.
• • • Und PLOPP machte es und ich hatte ein Regal in einem meiner BILLYs frei. Faszinierend, was passiert, wenn man sich an wanderdünige Papierstapel heranwagt ...

Wenig getan, aber viel passiert

(vom 09.02.2010)

• • • Es gibt so Tage, an denen ich wenig tue, an denen trotzdem viel und/oder wichtiges passiert ist. Heute war mal wieder so ein Tag.
• • • An sich habe ich heute nur normal lang geschlafen, dann kam der mich wegen meines Beins aktuell unterstützende Pflegedienst vorbei, dann gab's Essen und Plaudern mit Gudrun (einer befreundeten Verlegerin und Neu-Berlinerin). Zuletzt dann noch eine gute Stunde »Neverwinter Nights«.
• • • Eigentlich nicht der Rede wert? Doch! Weil: das Essen, das Gudrun mitbrachte, war klasse. Und: das Gespräch mit ihr war klasse. Und Neverwinter Nights war unterhaltsam.
• • • Ganz nebenbei habe ich sogar gearbeitet. Nein, keine zwanzig Seiten getippt ... aber ich weiss jetzt mehr über Aidanor und Geron und die dreizehn Angehörigen eines mehr oder minder ausgestorbenen Volkes, das für mein Projekt »DDF« von grosser Relevanz ist.
• • • Morgen? Da steh'n Gespräche mit dem Krankenhaus an und die Schreibarbeit an der »Ich zeig Dir mal die Bibliothek«-Szene von DDF ... :-)

Fans und Freundschaftsanfragen

(vom 03.02.2010)

• • • Ich habe heute beschlossen: facebook-Freundschaftsanfragen von Leuten, die ich nicht näher oder persönlich kenne oder die keine KollegInnen aus dem Buchproduktionsbereich sind, kommen ab sofort (und auch durchaus rückwirkend) in meine interene Freundschafts-Kategorie »Fans«. Ab sofort werden meine Fans regelmässig über meine Aktivitäten als Autor informiert. Denn: die Anfragen von vollkommen unbekannten Menschen, die sich bei facebook mit mir verlinken wollen, ohne dass ich sie kenne und ohne Bezug auf meine Tätigkeit als Autor häufen sich in letzter Zeit.
• • • Auf facebook ist »Christian Kathan« nun Mal mein Autorenprofil, also gibts hier auch vor allem Informationen über meine »autorigen« Lebensanteile (zumindest bemühe ich mich) ... es ist manchmal etwas kurios für mich, dass sich Leute mit mir verbinden wollen, die vielleicht bis wahrscheinlich keinen Schimmer haben, wer ich bin. Aber das ist durchaus okay, weil üblich bei facebook, wie ich mitbekommen habe.
• • • Anders die Spiele-Freundschaften: mit einigen Leuten bin ich bei facebook verschlumpft, weil wir gemeinsam Spiele wie Mafia Wars oder FarmVille spielen. Das ist schon putzig, mit Leuten befreundet zu sein und sich gegenseitig bei einem Onlinespiel zu unterstützen, ohne sie zu kennen. Das ist ein bisschen wie bei »World of Warcraft« & Co.
• • • Aber facebook ist trotzdem klasse. Ich bin unglaublich dankbar für dieses Sozialnetzwerk-System, denn ich habe richtig tolle und schöne Kontakte zu AutorInnen-KollegInnen gefunden, die mir richtig gut tun und mich total weiterbringen.

Auf der ersten Silbe

(vom 01.02.2010)

• • • Mein Autorennachname wird ja gern auf der zweiten Silbe betont, so wie das »Catan« in »Die Siedler von Catan«. Tatsächlich wird »Kathan« auf der ersten Silbe betont, was das erste »a« ein wenig dehnt.
• • • Die Aussprache vieler Namen ist manchmal ganz anders, als man denken mag. Das finde ich auch sehr spannend. Gerade als Autor ist es immer recht interessant, wie man die schön aussehenden Namen, die man sich so ausdenkt, denn aussprechen mag.
• • • Aber zunächst müssen diverse Namen für mein »DDF«-Projekt erst einmal erfunden werden. Ungefähr fünfzehn sehr ähnlich klingende bzw. aus einem gleichartigen Namenskontext müssen erarebeitet werden. Na, das wird eine schöne Abendbeschäftigung werden für mich heute, schätze ich.

Wadenbein und Wohnungsbrand

(vom 31.01.2010)

• • • Ich habe mir vor zwei Tagen, am Freitag Abend, das Wadenbein gebrochen. Ich war einkaufen mit meinem Hackenporsche, geh aus dem Supermarkt, rutsche mit meinem rechten Fuss aus, belaste mein linkes Bein zum Abfangen und der Drall meines Körpers verdreht mir den linken Unterschenkel. Es macht ein ekliges, schnappendes Geräusch und ich spüre im gleichen Augenblick einen schrecklichen Schmerz in meinem Bein. Ich kann mich nicht mehr halten, falle zu Boden auf den Schnee, unter dem sich Eis befand. Die ersten drei Passanten, allesamt Männer, sehen mich auf dem Boden liegend, schreiend vor Schmerzen. Und gehen einfach weiter. Die beiden nächsten Passanten halfen mir. Beides Frauen.
• • • Im Krankenhaus wurde ich dann passte mir ein Krankenpfleger den Kunststoffgips an. Ein Mann mit wunderschön blauen Augen und einen grandios süssen Hintern. Der war so charmant, dass ich mir ernsthaft überlegte, mich auf dem Heimweg beim Aussteigen aus dem Taxi nochmal aufs Eis zu werfen, damit ich ihn wieder sehen kann. Das habe ich dann gelassen - es ist sinnvoller, wenn ich meine Knochen beieinander halte und schreibe, damit ich Euch alle da draussen mit tollen Geschichten erfreuen kann. Ausserdem war der Pfleger hetero ... ;-)
• • • Ab sofort steht mein Leben in den nächsten zwei, vielleicht sogar drei Monaten im Zeichen von Krücken und Gehbeschwerden, vielleicht sogar eine Operation. Doch irgendwie kommt mir mein Schicksal gerade nicht so schrecklich vor, denn ich habe heute erfahren, dass eine Freundin vor noch nicht einmal 24 Stunden ihr gesamtes Hab und Gut verlor - und dass ihr Lebensgefährte mit schwersten Verbrennungen im künstlichen Koma auf der Intensivstation liegt.
• • • Gestern noch konnte ich es kaum fassen, dass ich mir ein Bein gebrochen habe. Das hindert mich jedoch nicht, heute schon wieder zu helfen.

Christoph!

(vom 26,.01.2010)

• • • Ich hab mir gestern Inglourious Basterds angeguckt: auf DVD und nicht im Kino, denn bei Filme von Quentin Tarantino habe ich manches Mal den Eintrittspreis der Kinokarte bereut. Richtig: einige Filme dieses Regisseur sind so gar nicht mein Fall.
• • • Auch diesmal bin ich sehr unschlüssig, ob mir der Film wirklich gefallen hat. Mitunter wirkte der Streifen so, als hätte ein Kind oder Teenager gaaanz tolle Ideen und Sachen gemacht, die bei mir als Erwachsenen aber nict wirklich ankommen.
• • • Trotzdem kann ich den Film wirklich, wirkich empfehlen. Denn: Christoph Waltz spielt alle, alle, alle anderen Schauspieler (Bratt Pitt, der eine fürchterlich stereotypische Rollen hatte, eingeschlossen) an die Wand. Einfach so.
• • • Okay, er hat auch die besten Dialoge und hervorragend inszenierte Szenen. Trotzdem: allein nur wegen Christoph Waltz ist dieser Film sehr sehenswert. Die blutigen Kampfszenen oder die fiese Grimasse von Til Schweiger trüben für mich durchaus das Filmvergnügen - aber wer mal eine weltklassengute, aus allen Filmdarstellern herausragende Schauspielleistung sehen möchte, der gucke sich diesen Film an.

Unbekannt

(vom 23.01.2010)

• • • Der Sidekick in meinem aktuellen Projekt und die Hauptfiguren des Thrillers, den ich gestern im TV guckte, verbindet eins miteinander: sie wissen nicht mehr, wer sie sind. Im Falle des Spielfilms gestern war ein (nicht weiter erläutertes = Black Box Element) Gas die Ursache: »Unknown« fand ich, abgesehen von einigen Drehbuchversäumnissen, nen spannenden Film. Ich mag Plots mit Story Twists und dieser Streifen hatte einige davon.
• • • Im Fall von DDF (meinem Projekt) wäre einfach nur ein Fall aus grosser Höhe verursachend für den Gedächtnisverlust. Nach dem gestrigen TV-Abend überlege ich, ob es wirklich so schnöde sein soll - oder ob nicht noch etwas anderes für den Verlust der Erinnerung bei dem (mir immer sympathischer werdenden) Sidekick-Charakter verantwortlich sein darf. Mal sehen.

Tagebücher

(vom 20.01.2010)

• • • Ich bin total schlecht im Tagebuch schreiben. Konnte ich noch nie wirklich. Hab' ich nie durchgehalten. Alle Einträge empfand ich so unvollkommen und belanglos. Seit ich schreibe wollte ich wichtige Dinge schreiben. Sätze, die Wirkung zeigen und die für andere sind. Eine zeitlang fand ich es fast problematisch, kein Tagebuch schreiben zu können. Ein Autor sollte das doch können, dachte ich.
• • • Inzwischen habe ich meinen Frieden mit dem Tagebuch-Thema gemacht. Das ist halt einfach nicht mein Ding. Das war ein Prozess, der vor ein oder zwei Jahren beendet war. Heute kann ich das wunderbar so stehen lassen. Es gibt Viele, die schreiben tagebuch - ich notiere mir statt dessen Namen von Fantasyfiguren, male Plotlines auf Karopapier oder tippe Dialoge in meinen Laptop.
• • • Warum ich gerade so über Tagebücher sinniere? Weil ich durch »The Vampires Diaries« dazu angeregt wurde - der Start der Serie war heute auf Pro7 ... und mir hat's gefallen. Nicht so schwülstig wie der erste Twilight-Film, nett anzusehende Hauptdarsteller - yo, das ist nette 21.15-Uhr-Unterhaltung.
• • • Mal sehen, wie es bei den Vampir-Tagebüchern weitergeht. Meine Tagebücher sind dann eher meine Romankapitel.

Jesus war nie weg

(vom 15.01.2010)

• • • Ich bin kein religiöser, aber ein sehr spiritueller Mensch - aufgewachsen in Lebensumständen, in denen Glauben mehr gesellschaftlich-soziale Konvention anstatt Berührung wichtiger, innerer Themen war. Entsprechend empfinde ich Jesus als »Erleuchteten« oder »Propheten« statt als »Gott neben Gott«, wie er in vielen Glaubensgemeinschaften angesehen wird. Heute Nacht nun habe ich von Jesus geträumt.
• • • Interessant war, dass ich in der Traumphase vorher von meinem ersten Ex-Mann geträumt habe. Es gab eine Überleitung und dann begann der Jesus-Traum. Mit dem Einstieg in diesen Abschnitt des Traums erinnerte ich mich, dass ich diesen Traum bereits einmal geträumt hatte, aber vergessen habe. Ich wusste also, was passieren würde und war trotzdem überrascht, wie alles kam. Jesus war toll. Wir haben kaum geredet miteinander, aber er hat mich zur Begrüssung auf den Mund geküsst.
• • • Es waren andere Leute um uns herum - niemanden von diesen Personen kannte ich. Das war auch nicht schlimm. Ich trug einen Anzug. Nach einiger Zeit in Jesus' Nähe fragte ich ihn, wie das gewesen sei, da er doch gestorben sei und die Menschen glaubten, er sei weg gewesen. Seine Antwort war: »Ich war niemals weg«.

Abhängigkeiten

(vom 12.01.2010)

• • • Morgen wird ein wichtiger und anstrengender Tag für mich sein - ich muß meinen Computer neu installieren. Irgendwann in den letzten Wochen habe ich mir einen Virus oder SpyWare auf den Rechner geholt, jetzt klappen ganz viele Programme nicht mehr und ich muß das Betriebssystem neu aufsetzen.
• • • Ist schon interessant, wie sehr wir abhängig geworden sind von elektrisch betriebenen Dingen. Oder: uns in eine praktische und mitunter sehr produktive bzw. effiziente Abhängigkeit begeben haben. Trotzdem ich am Computer als Benutzer (neudeutsch: Juusa) ganz gut zurecht komme, muß ich doch vor Hardwarefragen oder echten Softwareproblemen kapitulieren.
• • • Dahin gehend bin ich beruhigt, dass nicht alles in meinem Leben elektrisch ist. Ich verwende eine normale Handzahnbürste, ich nutze meinen Handschneebesen in der Küche und statt virtuellen Tierspielen (wie zum Beispiel PetVille) habe ich zwei knuffige Katzen zuhause. Gerade in Zeiten schneeverwehter Hauptstadtstraßen und nicht funktionierender EC-Karten freue ich mich, dass ich viele ganz normale, unelektrische Dinge schätze.

Spannende Arbeiten

(vom 11.01.2010)

• • • Das Jahr hat so richtig begonnen und ich bin quasi richtig mittendrin, statt nur dabei. Aktuell arbeite ich an meinem neuen Projekt und mache mir ganz arg viel Gedanken über fantastische Waldbewohner, geheimnisvolle Wildelfen, eine überwucherte und uralte Stadt (inklusive magischer Bibliothek) und über einen garstigen, garstigen Bösewicht.
• • • Dabei bin ich sehr dankbar, an diesem Punkt angekommen zu sein. In den letzten Tagen merke ich deutlich die Hilfe und die Unterstützung von Freunden und Kollegen, die mir es erst ermöglicht haben, soweit gekommen zu sein. Auch auf die Gefahr hin, meine Blogleser zu langweilen: ohne Susanna Alban (»Suzette«), Bine Endruteit (»Kitty« bzw. »Fly«), Volkmar Kuhnle, Klaus Bollhöfener, Andreas Eschbach, Klaus N. Frick, Markus Kastenholz und Thomas Finn würde ich heute nicht an diesem Punkt meines Lebens stehen.
• • • Für mich stehen jetzt spannende Arbeiten an. Die ersten Kapitel des Romans entstehen, Figuren treten das erste Mal auf, Orte müssen erdacht und beschrieben werden ... und wie funktioniert eigentlich Magie in meiner Welt? Dies zu ergründen, zu erfinden und zu beschreiben ist ungemein reizvoll. Spannend eben.

Schreibend ins Neue Jahr

(vom 01.01.2010)

• • • 2009 ist Geschichte, 2010 hat begonnen - und damit bereits das zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Ich habe in den letzten Tagen immer wieder überlegt, wie ich dieses im Vollmond stehende Silvester verbringen soll. Letztlich habe ich mich dafür entschieden, zuhause bei meinem beiden Katzen zu sein und das alte Jahr arbeitend ausklingen zu lassen.
• • • Das erwies sich als ungemein angenehm und fast »wohlig«. Ich begann eineinhalb Stunden vor der Jahreswende mit der Arbeit an meinem neuen Romanprojekt und schrieb, flankiert von zwei auf dem Schreibtisch dösenden Mietzen und zu »Hans Zimmer Radio« (das ich mir bei last.fm ausgewählt hatte, die beiden ersten Seiten meines Fantasystoffes.
• • • Morgen geht es dann »ganz normal« weiter - die nächsten Romanseiten werden entstehen und ich freue mich bereits jetzt, wenn mein Protagonist die Überreste einer uralten Bibliothek entdecken darf ...

Die Macht der Träume

(vom 28.12.2009)

• • • Ich träume ja oft. Und ausführlich. Und meist phantastisch (wenn ich nicht meiner Mutter, meiner ersten Ex-Beziehung oder Herrn Mühlfelder im Traum begegne). Heute Nacht war so eine Nacht, in der ich ziemlich verrückte Sachen geträumt habe. Darunter auf zwei enorm wichtige Plotelemente für mein neues Romanprojekt.
• • • Das ist mir noch nie passiert: ich arbeite an einem Projekt und erarbeite im Traum weitere Handlungselemente des Romans. Aber es ist passiert. Heute Nacht. Ich weiss jetzt, warum der Sidekick vom Himmel fällt, wer er ist und wen er liebt. Und ich weiss, was der Protagonist WIRKLICH kann - neben der Schriftkunde, dem Runenlesen und der arkanen Magie.
• • • Man sollte die Macht der Träume nicht unterschätzen - das war mir bisher sehr deutlich klar. Aber jetzt kam noch einmal eine zusätzliche Dimension des Träumens für mich hinzu. Und die finde ich ziemlich spannend.
• • • In den Wachphasen heute Nacht habe ich versucht, mir zu »merken«, wie es sich »anfühlt«, traumschreiberisch zu sein. Mal sehen, vielleicht klappt das wieder, und wieder, und wieder ...

Gesänge der NACHT

(vom 27.12.2009)

• • • Gestern hab' ich dann doch endlich das Perry Rhodan Extra Nr. 9 ausgepackt und in den Roman »Gesänge der NACHT« von Marc A. Herren geblättert. Das Extra liegt schon länger in meinem Posteingangsablagekasten. Jetzt also habe ich erfolgreich den Roman aus der Plastikhülle geholt.
• • • Spontan sind mir die Dialoge ins Auge gefallen. Dialoge, wie ich sie mag. Mit wenig Adverben, eher reduziert auf das, was gesagt wird. Ja doch, das ist hübsch. Ansonsten ist ein toller Hingucker der Mittelteil im Roman - ein vollfarbiger Achtseiter, der die SOL illustriert und tolle Bilder aus und über das Generationenraumschiff präsentiert.
• • • Über den Roman insgesamt kann ich noch nichts sagen, dazu muss ich ihn erstmal lesen. Ich freue mich jedoch, dass zusammen mit der Veröffentlichung der »Gesänge der NACHT« Marc nun auch ins Autorenteam der SF-Serie Perry Rhodan gerückt ist. Das wurde Zeit, denn Viele fragten sich, wie lange diese »Verkündigung« noch auf sich warten lässt.
• • • Ich werde mir den Roman in Ruhe demnächst mal zu Gemüte führen.

Tiere

(vom 26.12.2009)

• • • Wenn man sich umhört, welche Art Fantasy denn in der nächsten Zeit ganz arg boomen könnte (nachdem wir die urbanen Romantic-Vampire quasi durch haben und die Völker-Fantasy noch läuft), dann fällt ab und an - neben »Steampunk« und »Werwölfen« - auch »Tierfantasy« als Subgenre. Tierfantasy verbinde ich mit Romanen wie »Felidae« oder »Das Vermächtnis der Eldron« ... und beide Bücher mag ich sehr.
• • • Also, wie ist das, wenn statt Elfen und Orcs halt Füchse und Dachse die Handlung eines Romans bestimmen? Sprechen alle Tiere die gleiche Sprache (»tierisch«?), oder gibt es auch noch eigene Sprachen (deren Abstammung voneinander darwinistisch abgeleitet werden kann)? Ob Tiere in der Tierfantasy auch Magier und Priester haben? Welche Religionen haben Tiere denn überhaupt? Hat jedes Tiervolk sein eigenes Pantheon? Und wer ist in der Tierfantasy eigentlich der grosse, böse Gegenspieler? Der Wolf? Oder dann doch etwas mythisches?
• • • All diese Gedanken (und noch viel mehr) beschäftigen mich derzeit. Ich habe die Planung eines neuen Projekts begonnen, in dem auch Tiere eine tragende Rollen spielen könnten oder sollten. Und dabei frage ich mich vor allem: welche Arten von Tieren sollen eigentlich auftauchen? Die, die man im mitteleuropäischen Bereich in einem Wald finden darf? Oder darf's auch etwas exotischer sein? Löwen, Tiger, Giraffen und Antilopen? Afrika? Asien? Nordamerika?
• • • Über Eure Rückmeldungen und Anregungen würde ich mich sehr freuen... :-)

Buch-Cover

(vom 24.12.2009)

• • • Hat jemand von Euch letzte Woche Samstag »Schlag den Raab« gesehen? Ist schon etwas her, ja, aber seither brennt mir trotzdem ein Thema unter den Nägeln, über das ich hier gerne schreiben möchte. Es geht um das zweite Spiel der Show, in dem Stefan Raab und die Kandidatin anhand von Buch-Covern (auf denen der Titel des Romans wegretuschiert worden waren) die zugehörigen Romane erraten mussten. Das Spiel sollte enden, wenn einer der beiden 7 Bücher korrekt zuordnen konnte.
• • • Um es zusammenzufassen: es war ein Trauerspiel! Reihenweise wurden (zumindest mir) wohlbekannte Buch-Cover (wie »Das Parfüm«, »Tintenherz«, »Der Schwarm« oder »Der Herr der Ringe«) nicht erkannt. Von den Ratenden fielen Kommentare wie »Wer guckt denn schon auf das Titelbild eines Buches?«.
• • • Mich hat das schon ein wenig erschüttert - keine Ahnung, wie es Euch dabei ging. Ist der Titel eines Buches wirklich so uninteressant? Hat er wirklich so wenig Wiedererkennungswert? Merken sich wirklich so wenige Menschen das Cover eines Buches? Und wenn ja: was bedeutet das für die Grafiker in den Verlagen oder Agenturen? Sollte man lieber Buche mit Einheitsoptik rausbringen (das wäre für die Verlage ja viel billiger - und wenn's eh keinen interssiert...)?
• • • Ich selbst hätte dieses Spiel gegen Stefan Raab (»Ich lese kein Fiktschän!«) haushoch, locker 7 zu 1 oder gar 7 zu Null gewonnen. Und gern will ich alles dafür tun, dass dies andere auch jederzeit schaffen können!