Montag, 21. September 2009

Ein großes Kompliment

• • • Dieser Tage erhielt ich von Dr. Bernien, einem sehr belesenen und selbst Lyrik schreibenden Psychologen meiner Kurklinik an der Ostsee, ein richtig großes Kompliment. Er hatte mich gebeten, etwas von mir lesen zu dürfen – und ich sandte ihm „Ein Augenblick Unendlichkeit“ (meinen Beitrag zum diesjährigen William-Voltz-Award) und „Fremde Welten“ (eine 2001 entstandene Kurzgeschichte) per E-Mail. „Ein Augenblick Unendlichkeit“ hatte ihn sehr berührt und ausnehmend stark ergriffen.
• • • Wow, oder? Was will ich eigentlich mehr (ausser 3,5 Mio. Euro und nen Partner zum Heiraten...)? Da liest ein Kollege eine Kurzgeschichte von mir und schenkt mir DIESE Rückmeldung.
• • • Ein solches Kompliment ist wahrlich ein Geschenk. Und eine Bestätigung. Fürs Weitermachen.

Dienstag, 15. September 2009

Extrem-Aufräumen

• • • Ich könnte jetzt ganz viel über meine Kur an der Ostsee berichten. Über das Meer und die Anwendungen, über die anderen Kurgäste und über des Essen - aber das Wichtigste und Grösste, was ich hier erlebe ist, dass ich endlich Extrem-Aufräumen betreibe.
• • • Ich sortiere derzeit die Dateien von drei Computern (meinem alten Festnetz-PC, meinem Laptop und meinem neuen, aktuellen Festnetz-PC) und damit auch meine Kurzgeschichten, Romanentwürfe, Story-Fragmente und Plot-Entwürfe. Ich eliminiere Dubletten (doppelt, teils dreifach vorhandene Dateien) und lösche Unnötiges. Schaffe neue Ordner und fasse die Inhalte verschiedener Ordner identische Themen betreffend zusammen ("Gleiches zu Gleichem"...!).
• • • Parallel räume ich auch mich auf. Meine künftige Berufsausrichtung als Autor und Schriftsteller wird für mich immer besser spürbar und begreifbarer. Ich überdenke viele meiner verinnerlichten Muster und richte mich neu aus. Und ich bereite mich auf die nächsten Monate vor - und damit auch auf die Frankfurter Buchmesse und meine Lesung Anfang November in Berlin. Aber dazu bald mehr ... :-)

Mittwoch, 2. September 2009

Ein Mystery-Katastrophen-Thriller

• • • Aktuell steht ein Film mit NikolasCage in den Regalen der Videotheken: KNOWING. Auf den ersten Blick (zum Beispiel auf den Klappentext) lockt der Streifen mit »Die Welt soll untergehen und ein Zahlencode könnte alles aufhalten«. Klang spannend und ich seh' Mr. Cage auch gern in seinen Hauptrollen. Also nix wie vor die Glotze.
• • • Der Film überrascht angenehm. Dort, wo man die in Hollywood-Filmen üblicherweise transportierten Klischee und Dramatisierungen erwartet, verblüfft KNOWING durch leicht abweichende Handlungsgestaltung und Personendarstellung. Zudem ist die Geschichte wirklich spannend und an einigen Stellen fast ein wenig unvorhersehbar. Es gibt Momente, in denen man diesem Film bzw. seinem Plot wirklich alles zutraut. Das ist toll.
• • • Ebenso toll sind die Spezialeffekte und die darin eingebetteten (vermutlich auch digitalen) Kamerafahrten. Ich hatte nicht mit dieser Ausgefeilheit und Vehemenz optischer Special Effects gerechnet. Entsprechend verblüfft war ich - und enorm unterhalten.
• • • Aber es gibt auch ein paar Kleinigkeiten an KNOWING, die mein uneingeschränktes Unterhalten-Sein verhindern. Zum Beispiel die immer wieder auftauchenden »Flüstermenschen« sehen leider aus wie Edel-Vampir-Kopien aus BUFFY (schwarze Mäntel und blondierte, mit Gel nach hinten geschlumpfte Haare). Und die Tatsache, dass der Film eine 12er Freigabe in Deutschland hat.
• • • Denn: dieser Film ist nicht für Kinder ab 12 Jahren geeignet! Es fliesst zwar kaum Blut, aber es werden brennende Menschen gezeigt. Menschen, die durch Explosionen brennend zu Boden geworfen werden. Menschen, die durch die Luft gewirbelt werden und irgendwo aufprallen und danach regungslos liegen bleiben. Menschen, die von grossen Objekten erfasst und niedergemalmt werden. In KNOWING werden Szenen in faszinierender, aber auch schonungsloser Darstellung gezeigt. Das ist für einen 12jährigen nicht geeignet. Und da es in Deutschland keine 14er Freigabe gibt (die m.E. auch nicht angemessen wäre) und da zuwenig Blut fliesst (die Freigabeneinstufung macht sich meines Wissens ganz arg an »wieviel Blut fliesst« fest), gab es keine 16er, sondern halt die niedrigere Freigabe. Wer auch immer dies liest: bitte Kindern erst ab 15 oder 16 zugänglich machen! Und sich auch dann den Film vorher allein ansehen!
• • • Ich (als 39jähriges Kind) fühlte mich trotz Gel-Vampiren und heftiger Szenen enorm gut unterhalten. Über das Film-Ende kann man geteilter Meinung sein, aber das ist Geschmackssache. Alles in Allem hat der Film mir sehr gut gefallen.

Dienstag, 1. September 2009

Kofferpacken

• • • Kofferpacken ist für mich »nicht ohne«. Was brauche ich denn? Hab' ich auch alles eingepackt? Ach, vielleicht doch ein T-Shirt mehr? Für welches Wetter packe ich denn eigentlich? Lieber doch eine Regenjacke einpacken?
• • • Ich glaube, der Prozess des Kofferpackens spiegelt zum Teil auch die eigene Aufregung und die Erwartungen vor einer Reise. In meinem Fall war mein gestriges Kofferpacken natürlich von Ungewissheit und Anspannung geprägt. Immerhin sind die drei Wochen in Schönberg-Holm an der Ostsee die erste Kur meines Lebens.
• • • So aufgeregt ich bin, so sehr freue ich mich aber auch auf die Zeit. Richtig arg vermissen werde ich Kasimir und Mia, meine beiden Stubentiger (um die sich meine beste Freundin Suzette jedoch liebevoll kümmern wird); trotzdem werde ich die Zeit geniessen und nutzen. Auch uns gerade fürs Schreiben.