Sonntag, 30. August 2009

Die neue TextArt ist da

• • • Gestern lag die neue Ausgabe des »Magazins für Kreatives Schreiben« in meinem Postkasten - die neue TextArt war einegtroffen. Das Cover ziert eine von Worten umkreiste Weltkugel vor blauem Hintergrund.
• • • Spontan habe ich freudig bemerkt, dass ein Interview mit Stephen Baxter Teil des Inhalts ist. Der ist als SF-Autor inzwischen weltweit etabliert und ich mag seine Schreibe.
• • • Diese Ausgabe der TextArt nehme ich mit auf meine dreiwöchige Ostsee-Kur, die am kommenden Donnerstag startet. Da habe ich zwischen Wadenwickeln und Kurschatten was zum Schmökern dabei ... +grins+

Dienstag, 18. August 2009

Der Skorpionkönig der Unterwelt

• • • Und noch eine Filmbesprechung: diesmal »Underworld: Rise of the Lycans«, also den dritten Underworld-Film, der eine Episode vor dem ersten Film erzählt.
• • • Ja, ich habe bewusst geschrieben »eine Episode« und nicht »die Vorgeschichte«, weil die Handlung ein Ausschnitt aus der Vorgeschichte von »Underworld« ist. Dieses Prequel ist schön und ohne grosse optische Schnitzer produziert ... dafür hapert es aber am Plot und an der Handlungsgestaltung.
• • • »Aufstand der Lycaner« heisst der deutsche Untertitel und genau das wird dargestellt - Werwölfe werden von Vampiren in einer nicht näher benannten Vergangenheit an einem nicht näher benannten Ort unterdrückt und brechen aus der Festung der Vampire aus. Das Ganze wird zwar in einem tollen Vampirfestungs-Set inszeniert, aber darüber hinaus gibt es kaum Szenen, die nicht im Studio bzw. der Vampirburg spielen (sicher auch, um das Film-Budget überschaubar zu halten). Ergo läuft die Handlung nach dem Motto »Raus aus der festung, wieder rein (um noch mehr zu befreien) und wieder raus aus der Festung«. Das ist alles gut geschauspielert und auch die Special Effects sind cool (wenn auch nicht so gut wie in den beiden Vorgängern ... da hatten die Macher wohl weniger Geld). Trotzdem wollte sich bei mir keine echte, tiefe Begeisterung einstellen. Irgendwie ist dieser Film in der Underworld-Reihe das, was »The Scorpion King« für die Mumien-Filme ist - nettes Beiwerk, hübsche Szenen, coole Optik, aber für das Underworld-Universum vollkommen unerheblich.
• • • Ich hätte mir neue Elemente gewünscht - auch und gerade handlungstechnisch. Statt dessen erlebe ich schöne Bilder, aber keinerlei Innovation und Erweiterung der Gesamthandlung. Schade, viele Möglichkeiten vertan. Daher: für nebenher mal gucken okay, aber für den Samstag-Abend-Mega-Hammer-Film-Abend nicht geeignet.

Sonntag, 16. August 2009

Krabat

• • • Endlich hab ich »Krabat« gesehen - und was soll ich sagen: ich bin begeistert. Richtig begeistert. Endlich mal ne deutsche Fantasy-Produktion eines deutschen Stoffes mit deutschen Schauspielern auf richtig grandiosem Niveau!
• • • Es ist endlos her, dass ich den Roman von Otfried Preussler gelesen habe - und doch habe ich in jeder Szene innerlich jubiliert. Genau so, ja, so. So setzt man einen Roman um. Punktlandung fürs Skript.
• • • Und dann die Darsteller. Ja, Daniel Brühl ist toll - aber die anderen Schauspieler sind ebenso grandios. »Breathtaking« würde der USAner sagen. Echt, Leute: grosses Kino!
• • • Daher: unbedingt gucken! Kaufen! Krabat-Umsatz machen ... damit wir solche Filme auch künftig erleben dürfen!

Zwangsjacken-Unterhaltung

• • • Ich mag mitunter Anime-Filme oder -Serien. »Mitunter« deswegen, weil ich die meisten gar nicht mag. Von »Sailor Moon« krieg' ich Ausschlag und von ganz vielen anderen Serien, deren Namen ich gaanz schnell vergesse, postpubertäre Akne.
• • • Mitunter-manchmal finde ich dann halt was Interessantes. So entdeckte ich »Akira« und »Ghost in the Shell«, so fand ich »Tsubasa« richtig schön, und so stolperte ich auch über »Strait Jacket«.
• • • Ursprünglich war »Strait Jacket« eine Manga-Comic-Serie, die dann in einen Dreiteiler fürs TV umgesetzt wurde. Die drei Episoden zusammengefasst ich einen etwa 74-minütigen Animationsfilm kann man auf DVD erwerben bzw. gucken. Letzteres tat ich.
• • • Mir hats gefallen. Ich fühlte mich gut unterhalten. Zwar waren mir einige Elemente zu anime-haft (der Anti-Held, die weibliche Hauptfigur, das Kind) und der Background hätte ein paar Minuten mehr Fluff gebrauchen können (warum funktioniert diese »Magie« überhaupt usw.), aber alles in Allem war »Strait Jacket« unterhaltsam und seine 1,20 Euro pro Kalendertag DVD-Leihgebühr durchaus wert.

Einschlaflektüre

• • • Ich habe kuriose Angewohnheiten. Wer mich kennt, der weiss und schätzt das durchaus ein bisschen. Eine dieser liebevollen Macken ist es, ständig wechselnde Einschlaflektüren zu haben.
• • • Zum Einschlafen lese ich ungern an dem Roman weiter, an dem ich sonst tagsüber lese. Ich mag quasi One-Night-Stand-Bettlektüren. Bücher, die ich einmal zum einschlafen nutze und danach wieder ins Regal zurück stelle oder die ich danach tagsüber weiterlese.
• • • Letzte Nacht war mein Betthupferl der »MERIAN live!« über Mailand (und das Ausrufezeichen nach dem »live« ist sicherlich gaanz wichtig). Im Zuge einer fast schon trashig zu nennenden Schreibidee wollte ich mir Mailand mal als potenziellen Handlungsort für eine Geschichte angucken. Und wie das bei einem One-Night-Stand so ist - man kann jede Menge lernen, interessant ist es obendrein und »danach« ist so ein angenehm müdes Gefühl vorhanden, mit dem man gerne einschläft ...

Freitag, 14. August 2009

Alte Serien

• • • Die Goldene Zeit der Heftromane ist zwar schon einige Jahre her, aber bei mir zuhause geht diese Zeit wohl nie vorbei ... speziell jetzt, da ich meine Regale durchforste und aufräume und aussortiere.
• • • Da tauchen Sammelbände (3 Heftromane mit einem Umschlag zusammengeklebt) der Gruselserie TONY BALLARD zu Tage (und ich mochte Tony Ballard schon immer lieber als John Sinclair), da stolpere ich über DER MAGISCHE BOOMERANG aus der DÄMONENKILLER-Serie, und da findet sich meine Komplett-Sammlung der Fantasyserie MYTHOR wieder. Daneben und drum herum: Jede Menge PERRY RHODAN und ATLAN.
• • • »Mann«, denke ich. »was bin ich doch ein Nerd« ... und dann freu ich mich wie ein kleines, rotes Auto, als ich ein paar alte HEXER-Romane in der Hand halte ...

Donnerstag, 13. August 2009

Der Stolz der Chanur

• • • Gestern war ich wieder im OTHERLAND, meine Berliner Stammbuchhandlung. In dieser SF-/Fantasy-Fachbuchhandlung findet sich alles, was mein Fantastik- und Sammler-Herz so begehrt. Was hab ich da schon schöne Schnäppchen gefunden.
• • • Einen Roman jedoch finde ich seit ich in Berlin auch dort nicht: »Der Stolz der Chanur« von C.J.Cherryh. Der Beginn des Chanur-Zyklus ist enorm schwer zu finden und bislang hatte ich im OTHERLAND (wie auch in meiner »alten Heimat« Nürnberg) kein Glück.
• • • Sollte also jemand zufällig ein Exemplar überzählig herumliegen haben ... gell?

Dienstag, 11. August 2009

Verpasste Ideale

• • • Ein verlängertes, betriebsames Wochenende liegt hinter mir - die Organisation einer Veranstaltung im Berliner Tiergarten (400 Besucher, strahlendes Wetter, nach zwei Stunden war das Bier alle...) hat mich fast eine ganze Woche zeitlich sehr eingespannt. Entsprechend konnte ich den Abgabetermin für die »Ideale finden«-Ausschreibung nicht einhalten, was ich sehr bedauere.
• • • »Der perfekte Planet« war der Titel der Kurzgeschichte, die mein Beitrag für den Wettbewerb hätte sein sollen. Eine Story über zwei junge Menschen, die auf der Suche nach einer neuen Heimat für die Menschheit eine aufregende Entdeckung machen.
• • • Doch gerade als Autor lohnt es nicht, über vergossene Milch zu jammern. Das nächste Projekt steht an (»Er streichelt seine Katze mehr als mich«!) und »Der perfekte Planet« wird selbstverständlich trotzdem fertiggestellt und statt an die IDEALE-Stifte halt an die SF-Redaktionen dieser Republik versandt. :-)

Mittwoch, 5. August 2009

Kasimir im Dunkeln

• • • Seit insgesamt zwei vollen Tagen liegt Kasimir, mein Kater, im Dunkeln meines Schlafzimmer. Ständig. Die ganze Zeit. Tagsüber wie nachts. Auf einem Haufen Gardinen. Und pennt.
• • • Er tut wirklich nichts anderes als Schlafen. Okay, er steht zum Fressen und zum Verdauen auf. Darüber hinaus jedoch sieht man ihn nicht. Gestern den ganzen Tag, heute den ganzen Tag: Kasimir liegt auf den Gardinen und pennt.
• • • Was meine Kätzin Mia freut. Die hat nämlich ihre »Mami« (ich habe mir ganz konsequent ja Mami-Status erarbeitet bei den beiden) aktuell für sich ganz allein. Während ihr Bruder ratzt, liegt die Kleine in meiner Armbeuge - was beim Tippen von Texten manchmal etwas anstrengend ist (für mich, nicht für Mia).
• • • Ich bin ja mal gespannt, wann Kasimir sich einen neuen Lieblingsplatz sucht. Derzeit ist es der Gardinenhaufen im Schlafzimmer...

Dienstag, 4. August 2009

Die FEDERWELT und Agatha Christie

• • • Seit gestern bin ich im Besitz der neuen Ausgabe der FEDERWELT, die zusammen mit TEXTART für mich zu einer obligatorischen Quelle autorentechnischer Fortbildung und Inspiration geworden ist. Beide Fachzeitschriften sind speziell für Autoren gedacht und erweisen sich seit Jahren als sehr wertvoll für mich.
• • • So auch diesmal - durch die aktuelle FEDERWELT bin ich auf die Ausschreibung des Agatha-Christie-Krimipreises aufmerksam geworden. »Wo das Verbrechen zuhause ist« lautet das Motto diesmal und spontan kamen mir mehrere Plot-Ideen, die es in den nächsten Tagen zu einer knackigen Kurzgeschichte von maximal zehn Standard-Manuskriptseiten umzusetzen gilt.

Samstag, 1. August 2009

Ein Augenblick Unendlichkeit

• • • Gestern habe ich meinen Beitrag zum diesjährigen William-Voltz-Award eingereicht. Unter dem Titel »Ein Augenblick Unendlichkeit« habe ich eine meines Erachtens nach klassische Kurzgeschichte erarbeitet: offener Anfang, offenes Ende, Lebensveränderung der Hauptfigur.
• • • Die Arbeit an der Story verlief sehr gut. Die Phase des »Herunterschreibens« war recht konsequent und daher hatte ich in den täglichen Nachbearbeitungen ausreichend Material für Korrekturen.
• • • Jetzt heisst es natürlich: sit and wait. Aber was wäre ich für ein Autor, wenn ich das Sitzen nicht nützen würde, um mir das Warten zu versüssen - die Show geht weiter, die nächsten Schreibarbeitsschritte warten schon auf mich ...