Freitag, 24. April 2009

Kurioses (1)

• • • Ich bin eben im Internet über eine ganz bezaubernde literarische Neukreation gestolpert ... das Wort »inkompetenzkompensationskompetent«.
• • • Dieses Adjektiv ist fast so gut wie mein vor langen Jahren erdachter Begriff »fögbölm«, den man einmal substantivisch (»Nimm mal Dein Fögbölm da weg«) oder auch als Verb (»Heute schon gefögbölmt?«) nutzen kann ...

Kasimir in Pennpose

• • • Meine Mäuse sind bei Euch Lesern recht beliebt, merke ich deutlich. Dies sei Anlass und Grund für mich, Euch auch weiterhin Wissenswertes und Knuffiges über die beiden zu berichten.
• • • Heute habe ich ein Bild von Kasimir für Euch - eine durchaus häufige Pose von ihm ist es, irgendwo aufrecht zu sitzen, obwohl er eigentlich komplett müde ist und einfach nur pennen könnte. Aber nein, steif sitzen und Revierplatz passiv verteidigen ist wichtiger als schlafen oder dösen. Zumindest versucht er oft, mit Gewalt wach zu bleiben. Ein gnadenlos putziger Anblick!

Donnerstag, 23. April 2009

Der Schlächter von Prag

• • • Corvin, ein befreundeter Rollenspielkollege, gab mir den Rat, gern künftig mehr und häufiger über meine ENGEL-Spielrunden zu berichten. Dem kann ich mich natürlich nur schwer entziehen und entsprechend komme ich seiner Anregung nur zu gern nach.
• • • Die nächste ENGEL-Runde (ein Special in privatem Rahmen) wird meine flugfähigen Federlinge am 15. Mai nach Prag führen. Im Europa des 27. Jahrhunderts ist diese Stadt Sitz des Engelsordens, der sich mit Wissen und Informationen beschäftigt: den Ramieliten. Und natürlich werden die Verkünder des Wortes des Herrn nicht einfach nur die Stadt besichtigen, sondern auch auf die Taten des »Schlächters von Prag« stossen.
• • • Insgesamt wird das Abenteuer einen eher detektivischen Basisplot haben ... aber ich habe einige Action-Gemeinheiten eingebaut, die hoffentlich die Engelsschar an ihre Grenzen kommen lassen.
• • • Nur zwei Tage danach wird es einen regulären One-Shot in der BURG geben. Die Ankündigung hierzu ist derzeit noch in Arbeit. Wer aber mehr über meine ENGEL-Runden in der BURG und die vielfältigen weiteren Angebote dort erfahren möchte, der klicke sich einfach weiter zu spiel-in-der-burg.de ...

Mittwoch, 22. April 2009

Gestatten: Mia und Kasimir!

• • • Wer sich gefragt hat, wie meine beiden Mäuse so aussehen, dem kann ich heute ein brandaktuelles und bezauberndes Bild von Kasimir (links) und Mia (rechts) präsentieren.
• • • Entstanden ist die Aufnahme bei einem gemeinsamen Ausflug auf meine BILLY-Regale im Wohnzimmer. Und so einträchtig, wie die beiden nebeneinander sitzen schlafen sie auch oft nah aneinander gekuschelt ...

Verlagsumzug

• • • Bei welt.de habe ich eben einen Artikel zum vermutlich bevorstehenden Suhrkamp-Umzug von Frankfurt nach Berlin gelesen. Mal abgesehen, dass es sich um eine juristisch wie betriebswirtschaftlich gesehen für einige Anwälte lukrative Sache handelt ... so ist ein Transfer eines prominenten Verlags auch für Leser und Autoren eine spannende Sache.
• • • Spannend insofern, dass noch unklar sein dürfte, wie sich der Umzug auf die Arbeit der Redaktionen und Lektorate von Suhrkamp auswirken wird bzw. würde. Werden alle Mitarbeiter des Verlags den Umzug mitmachen (können)? In welchen redaktionellen Positionen wird es Neubesetzungen geben? Und was bedeutet das für Programm und Autoren?
• • • Jetzt gucken wir mal, ob und wann es soweit kommt. Von aussen kann man das ja entspannt betrachten. Einige Suhrkamp-Mitarbeiter werden dies sicherlich nicht so einfach können.

Dienstag, 21. April 2009

Das Leben durchstöbert

• • • Heute habe ich in meinem mit 10 Metern sehr langen Flur, meiner künftigen Bibliothek, in einem der BILLY-Regale aufgeräumt. Unterlagen sichten, ein Drittel davon gleich sofort ins Altpapier, ach da ist mein 8. Arkanum-Comic-Band, weg mit den alten Telefonlisten aus dem vorvorigen Job und ... uff, ja, ganz viel Rollenspiel-Material.
• • • Notizen, ganz viele Kampagnennotizen, Setting-Artikel, überwiegend für (A)D&D, aber auch Material zu Midgard und Cthulhu findet sich. Einen Einführungsartikel zum D&D-Setting EBERRON habe ich mir gleich zur Seite genommen, um ihn heute Abend zum Einschlafen zu lesen.
• • • Ganz viele alte Sachen fielen mir in die Hände. Korrespondenz mit E-Plus aus dem Jahr 2001, alte Mietunterlagen aus dem Jahr 2005 ... ich habe heute wieder einmal gut mein Leben durchstöbern. Das war anstrengend, aber spannend ...

Montag, 20. April 2009

iPhone-Hausverbot

• • • Da meldet bild.de doch glatt in einem »Digital-Telegramm«, Frau Heidenreich verbanne iPhones aus ihrer Wohnung ... und dass sie seinerzeit auch gegen die Einführung des Faxgeräts gewesen sein. Keine Ahnung, ob Frau Heidenreich das wirklich so in ihrer »Weiterlesen«-Kolumne geschrieben hat oder nicht - ich lese Frau Heidenreichs Kolumne nicht, weil ich lieber Bücher lese und weniger Kolumnen von Leuten, die Bücher lesen und dann anderen sagen, sie sollen sie doch lesen.
• • • Damit kein Missverständnis entsteht: ich lese gerne gute Rezensionen. Mir gefallen die Besprechungen auf phantastik-news.de oder auf Bines Rezi-Seiten meine-rezensionen.de (auf der eine schöne Besprechung zu »Die Brautprinzessin« zu finden ist ... *sehr empfehlenswert*!). Aber Frau Heidenreich oder Herr Reich-Ranizki (schreibt der sich so? Ich habe nie die Schreibweise seines Names auswändig gelernt ... ich hab schon genug mit der Neuen Rechtschreibung zu kämpfen) lese ich nicht.
• • • Aber spassig ist die Vorstellung schon: eine wutentbrannte Frau Heidenreich, die einen Besucher ihrer Wohnung nach dem anderen vor die Türe setzt, weil er das falsche Handy besitzt und dabei »Das Fax war der erste Schritt zum Untergang der literarischen Welt!« vor sich hin brabbelt ... vielleicht sollte ich Frau Heidenreichs Kolumne doch beginnen zu lesen, der Inhalte könnte sich als erheiternd herausstellen. Unfreiwillig und nicht von ihr beabsichtigt, aber dennoch erheiternd. *gröhl*
• • • Link zum Thema : BILD-Digital-Telegramm

Schreibarbeit

• • • Heute entstehen die ersten umfangreicheren Szenen zu meinem aktuellen Projekt »Der Ruhm der Tochter«. Ich freue mich gerade auf die erste Begegnung der Hauptfiguren mit der Verdächtigen, auf die sinnigen Sprüche und Bemerkungen der einen Hauptfigur sowie auf die innere Zerrissenheit der anderen Hauptfigur.
• • • Es wird spannend, inwieweit Kasimir und Mia mich heute in Ruhe arbeiten lassen werden. Kasimir hat heute einen sehr anhänglichen Morgen und sitzt ständig in meiner Nähe, schubbert mit seinem Näschen an mir herum und sucht Katzenkuscheleinheiten.
• • • Ach ja, und da wird die Leiche sein. Das wird heute auch noch anstehen: die »Präsentation« der Leiche. In Nürnberg sagt man gern mal: »Allmächd, is dess a schöne Leich'« ... ich werde mir alle Mühe geben! :-)

Sonntag, 19. April 2009

Conan rauf und runter

• • • Bei mir läuft mal wieder der Soundtrack von »Conan the Barbarian« rauf und runter. Bombastische Orchesterstücke für einen Fantasymovie, der Arnie den Durchbruch verschaffte und es dann sogar zu einer (eher schwachen) Fortsetzung brachte.
• • • Vielleicht ist es spannend für Euch zu wissen, dass dieser Soundtrack bei mir auch immer wieder beim Sex läuft. Ich finde ihn herrlich schön geeignet für das Spiel(en) zweier Menschen miteinander.
• • • Dabei fällt mir ein ... es gibt eine hervorragende Sammelausgabe der ursprünglichen Conan-Stories ... muss ich mir mal wieder raussuchen ...

Mittwoch, 15. April 2009

Ostern? Überlebt!

• • • Ostern war viel los bei mir ... und so schön, aus verschiedenen Gründen, dieses Osterwochenende für mich auch war, so bin ich dann doch froh, dass es vorbei ist und ein neuer Zeitabschnitt beginnt.
• • • Denn darum geht es doch auch und vor allem bei Ostern. Oder? Da war doch was mit Wiedergeburt und Ende der Fastenzeit und Auferstehung und Neubeginn ... oder so ...
• • • Anyway. Ich hab Ostern »überlebt« und hinter mich gebracht. Guck' ich mal, was so vor mir liegt. ach ja, da war ja einiges: »Der Ruhm der Tochter« und »Der Geist von Gäa«. Aufi!

Donnerstag, 9. April 2009

Kriminal-Recherche

• • • Seit einigen Tagen fahre ich Recherche für mein nächstes Projekt, das den Arbeitstitel Der Ruhm der Tochter trägt. Seither lerne ich richtig dolle viel über Kripo-Beamte und die Landespolizei und solche Dinge. Gestern bekam ich ein 50seitiges Fach-Dossier zum Thema, das ich dann auch noch durcharbeiten werde.
• • • Spannend dabei ist, wie parallel zu der Sachrecherche die Figuren automatisch entstehen und die Handlung »hochklickt«. Ganz zwangsläufig ergeben sich viele Dinge, als ob der Stoff eine ganz eigene Dynamik, einen eigenen Geist hätte.

Mittwoch, 8. April 2009

End Of The World

• • • Stefan verdanke ich nicht nur Stunden, die ich verzückt und berührt und wohlig als inniges Geschenk empfinde. Ich verdanke ihm auch End Of The World.
• • • Diesen wunderschönen Titel von Matt Alber (seine in Deutschland vollkommen unbekannten und -verfügabren Albums Hide Nothing) und das zugehörige Video laufen bei mir derzeit quasi in »Heavy Rotation«, also in ständig-und-immer-wieder-Schleife.
• • • Danke, Stefan - und Euch: viel Freude und Gefühl mit End Of The World.

Die Mutter aller Perry-Rhodan-Lexika

• • • Beim Auf- und Herumräumen fiel es mir in die Hände: Das allererste Lexikon zur Heftroman-Serie Perry Rhodan. 291 Seiten hat es, eine silbergraue Schutzhülle ummantelt das klebegebundene Paperback und 1971 (ein Jahr nach meiner Geburt) ist es erschienen. Für mich ist das ein kleiner Schatz, den ich wieder einmal in die Hände nehmen darf. Einst ein Geschenk eines Nürnberger Fachliteratursammlers, der damit nichts anfangen konnte (»Ich dachte, das sei ein altes astrophysikalisches Lexikon«) und gar nicht realisierte, welche inneren Entzückungen er bei mir auslöste, als er es mir mit einem »Hier, ich brauch' das nicht« einfach so gab.
• • • Seither hat dieses Lexikon seinen Platz in meinen Bücherschränken gehabt und wird es weiter haben. Längst, längst hat es als Nachschlagewerk zu Perry Rhodan ausgedient, wurde mehrfach ersetzt und kann sich nicht mehr mit der Perrypedia messen - muss es aber auch nicht es muss einfach nur die Mutter aller Perry-Rhodan-Lexika sein.

Freitag, 3. April 2009

Ketzer-Jagd

• • • Seit 23 Jahren spielleite ich Fantasy-Rollenspiele und heute leite ich Ketzer-Jagd. Ein Abenteuer, das im Neomittelalter-Setting von Engel spielt und in dem eine Schar Engel auf die Hatz nach einem kirchenfeindlichen (und dabei nicht unbedingt bösen) Anführer einer Reihe von (sogenannten) Ketzern geht.
• • • Engel ist ein tolle Setting. Mir gefällt das dargestellte Europa des 27. Jahrhunderts vor allem, weil es dem Spielleiter unzählige Möglichkeiten auf spannende Geschichten, coole Action-Fights und die Erkundung vergessener Geheimnisse gibt.
• • • Ich freu' mich sehr auf die heutige Jagd nach Leonidas, dem Ketzer. Und auf den gespaltenen Frostengel. Und eine geheimnisvolle Frau im Herboretum zu Essen. Und ... so viel mehr ...

Donnerstag, 2. April 2009

Sechsmal Perry

• • • Da schlendert man nichts ahnend und unschuldig (*hüstel*) dreinguckend (*aha*) durch die Kreuzberger Bergmannstraße ... und schon läuft man vollkommen unvermittelt und komplett unvorbereitet in ein - Antiquariat. Tja, das wars dann gewesen, man steht dann an den vor dem Laden aufgebockten Bananenkisten und stöbert durch die angebotenen Bücher. Sowas ist aber auch lästig, nicht wahr? ;-)
• • • Ich finde eine Kiste Reclam-Hefte und entscheide mich für eine Lesebuch von bzw. über Bettina von Arnim. Gerade noch einmal gut gegangen, denke ich. Doch dann überfällt mich das Schnäppchen. Verzweifelt versuche ich, mich zu wehren. Doch zwecklos ist es, das Angebot ist zu verlockend - und so gesellen sich sechs Perry Rhodan Romanhefte zum Reclam-Heft. Relativ aktuelle Romane sind es, Nummer 2470 bis 2475. Fünfzig Cent pro Heft. Ich seufze, als ich den Heimweg antrete ... voller Schnäppchen-Kauf-Befriedigung und voller SF-Sucht-Verzweiflung. Nie mehr in die Bergmannstraße, nehme ich mir noch vor. Aber, hey, is' doch klar: das halt6' ich eh' nicht durch ...

Spirituelle Recherche

• • • Ich sitze an einer Quick-Recherche (tolles Wort ... klingt beeindruckend, aber man weiss an sich nicht, was es ist) für Der Ruhm der Tochter. Spannende Sache - mich beschäftigt gerade, welche Kloster welcher Orden sich im Münsterland befinden, welche Ordensregeln wo gelten und welche christlich-spirituellen Figuren man bauen kann.
• • • Dabei stolpere ich sofort über meine eigene Innere Aufgebrochenheit, meine geistigen Ziele und meine Suche nach dem Göttlichen in der Welt und im Universum. Meine Recherche schlägt und zupft und streich(el)t eine ganze Reihe Saiten in mir. Das ist das Tolle an dem Arbeiten als Schreibender: man kann (ansatzweise) viele Welten erleben und unglaubliche Erfahrungen machen. Zumindest mit und für sich selbst.

Mittwoch, 1. April 2009

Ich mach' mir dann mal 'nen Plan ...

• • • Seit drei Stunden sitze ich daran, eine neue und natürlich möglichst perfekte und lückenlose und wunderhübsche Planungsliste meiner nächsten Schreibprojekte zu erstellen. Nein, zu entwerfen!
• • • Dabei wird mir bewußt, wie oft ich solche Listen in den vergangenen zehn Jahren angelegt habe. Und ich verspüre ein kurioses Kribbeln im Bauch. Nicht, weil mir klar geworden wäre, dass ich »nur mal wieder« eine jener Listen zusammenbastle. Sondern, weil es sich anders anfühlt als in den zurückliegenden Zeiten.
• • • Ich spüre beim Spaltenanlegen und -ausfüllen die Wahrhaftigkeit und Gewaltigkeit des (wie ich finde absolut zutreffenden und äusserst sinnigen) Sinnspruches »Wo das Bewußtsein ist, liegt die Verantwortung«. Für mich ist enorm fühlbar, dass diese Schreibplanung unter anderen Voraussetzungen entsteht als alle anderen vor ihr.
• • • Nicht nur habe ich (seit einiger Zeit bereits) mein gesamtes Grundwerkzeug für meine Arbeit als Autor vorliegen. Nicht nur habe ich in den letzten Monaten eine grundlegende Entwicklung, was mein Verhältnis zum Schreiben angeht, erfahren. Ich bin mir überdies auch noch dessen vollumfänglich bewußt. Das ist spannend und einen Hauch euporisierend - vor allem aber ist es ganz schön gewaltig.
• • • Da kommst Du jetzt nicht mehr raus, denke ich ... und lächle ein wenig vor mich hin ... und verschiebe den SF-Kurzroman in meiner Liste ein wenig nach unten zugunsten von Der Ruhm der Tochter...

Filme für Prosaautoren

• • • Es gibt da einige Filme, die erzählen ihre Geschichte sehr ähnlich wie in einem Roman - und von solchen Filmen habe ich in der Vergangenheit sehr lernen und profitieren dürfen. Daher möchte ich einfach an dieser Stelle einige Filme erwähnen, die ich sehr hilfreich fürs Schreiben fand und finde:
  • The Sixth Sense (Wie muss ein Storytwist aufgebaut sein?)
  • Frequency (Wie baue ich Motivationen für Figuren?)
  • Signs (Wie erzeuge ich eine spannende Geschichte anhand der Figuren und nicht anhand der Rahmenhandlung?)
  • Tatsächlich Liebe (Wie baue und verwebe ich eine Episodenhandlung?)
  • Postman (Wie stelle ich eine über sich hinauswachsende Hauptfigur in klassischem Romankontext dar?)
  • 50 Erste Dates (Wie baue ich eine tolle, unterhaltsame Lovestory?)
• • • Ja, ja ... na, ich schätze, ich werde von Zeit zu Zeit weitere Filmlisten hier 'reinstellen. Es war jetzt sehr schön, sich mal hinzusetzen und einige Filme (und deren »Hilfsmittel« für mich als Autor) zu rekapitulieren ...